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Mit dem Motorrad durch Vietnam

Ein epischer Roadtrip

Mit dem Motorrad durch Vietnam

Mit dem Motorrad durch Vietnam zu reisen etabliert sich mehr und mehr als ein Klassiker unter den epischen Backpackerreisen in Südostasien. Und zurecht: Wer sich traut, mit dem Motorrad am verrückten Straßenverkehr Vietnams teilzunehmen, wird belohnt mit einem einzigartigen Einblick in Land und Leute.

Für einen Motorradfahrer aus Europa, der monatelang für seinen Führerschein geübt hat und beim Fahren Schutzkleidung trägt, klingt eine Motorradreise in Vietnam wahrscheinlich nach einem sehr riskanten Unterfangen. Angefangen vom schlechten Straßenzustand über Motorräder in zweifelhaftem Zustand bis hin zum chaotischen Verkehr in Asien gibt es tatsächlich einiges, was aus europäischer Sicht dagegenspricht.

Dennoch zieht es jährlich mehrere Tausend Menschen aus aller Welt nach Vietnam, um genau das zu machen. Es ist ganz leicht, in Ho Chi Minh City oder Hanoi ein altes Motorrad zu kaufen, den Rucksack hinten drauf zu schnallen und sich über belebte Highways, verschlungene Bergstraßen und hektischen Stadtverkehr auf eine 3.000 Kilometer lange Reise durch Vietnam zu begeben. Alles, was du brauchst, ist ein gültiges Visum, Lust auf Abenteuer und etwa 300 US-Dollar.

Welches Motorrad ist ideal für diesen Trip?

Unsere Suche nach zwei passenden Motorrädern beginnt bei einer grundsätzlichen Frage: Manuelle Schaltung, halbautomatisch oder Automatikgetriebe? Wenn du bereits etwas Erfahrung mit dem Rollerfahren in Südostasien gemacht hast, wirst du die halbautomatischen Schaltungen wahrscheinlich schon kennen. Für Anfänger sind sie ideal, da man nicht kuppeln muss und der Motor nicht absterben kann. Roller mit Automatik sind meistens etwas teurer und daher eher selten in Backpackerkreisen.

Lese-Tipp: Verhaltensregeln für Vietnam – Kulturknigge – 5 Tipps und Benimmregeln für deine Reise nach Vietnam

In Vietnam fahren viele Backpacker die Honda Win mit manueller Handschaltung – das Kuppeln braucht etwas Übung, macht dann aber sehr viel Spaß und fühlt sich trotz der mageren 100/110 cc wie ein „echtes“ Motorrad an. Du findest eine große Auswahl auf Craigslist.

Ein weiterer Vorteil: Alle Mechaniker des Landes kennen die Honda Win und haben Ersatzteile, auch in abgeschiedenen Teilen des Landes. Warten musst du jedes Motorrad während deiner Reise, das ist ganz normal. Wenigstens einen Ölwechsel alle paar Hundert Kilometer solltest du einplanen. Aber keine Sorge, die kosten nicht viel.

Welche Route ist mit dem Motorrad durch Vietnam möglich?

Vietnam hat ein recht gutes Straßennetz, das es uns Backpackern erlaubt, das Land fast ohne Einschränkungen zu erkunden. Eine extrem hilfreiche Quelle bei der Routenfindung ist der Blog Vietnam Coracle. Tom kennt quasi jede Straße des Landes und hat ein paar tolle Touren zusammengestellt, die du kostenlos ansehen kannst. Eine gute Einsteigertour für circa drei Wochen ist The Classic.

Was packe ich für eine Motorradreise ein?

Bei einer Reise mit dem Motorrad durch Vietnam ist Stil etwas, das du getrost vernachlässigen kannst. Anstatt drei verschiedener Sommerkleider oder schicken Hemden empfehlen wir dir, auf funktionale, bequeme Kleidung zu setzen oder nur Sachen mitzunehmen, die dreckig werden können. Dazu nimmst du entweder eine Tube Reisewaschmittel mit oder planst ein paar Euro für die günstigen Waschservices ein, die fast alle Hostels anbieten. So sparst du Platz im Rucksack, was du schnell als einen Segen empfinden wirst.

Ebenfalls empfehlenswert: Serie: Planung einer Weltreise – Teil 1: Die passende Route für deine große Auszeit

Unsere Must-Sees für Vietnam

Mit eigenem Fahrzeug ein fremdes Land zu erkunden bringt vor allem eines mit sich: Unabhängigkeit. Du kannst hinfahren, wo du willst und so auch entlegene Ecken des Landes erkunden, ohne auf eine Tour angewiesen zu sein. Diese drei Orte zum Beispiel sind alle am besten mit dem Motorrad erreichbar und definitiv einen Besuch wert.

  1. Phong Nha Nationalpark: Die Höhlen sind überwältigend und der anschließende Teil der Ho Chi Minh-Road eine der schönsten Strecken des Landes.
  2. Hué: Im Umland der einstigen Kaiserhauptstadt kannst du die Ruinen eines verlassenen Wasser-Vergnügungsparks. Postapokalyptisch!
  3. Coco Beach Camp in La Gi: Wem Mui Ne zu touristisch ist, kommt im Coco Beach Camp auf seine Kosten. Die Jungen und Hippen aus Ho Chi Minh City fahren hierher zum Feiern, Fotos machen und Chillen.