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Die 5 häufigsten Fehler beim Packen und wie du sie vermeidest

Zwei Backpacker auf einer Hängebrücke im Soca Tal in Slowenien.

Der Urlaub steht an, alles ist organisiert, aber vorm Packen graut dir jetzt schon? Gehörst du zu der Sorte Reisender, die es irgendwie nie schafft, ihren Koffer oder Backpack so zu packen, dass es nicht in Chaos ausartet? Wir haben für dich die fünf häufigsten Fehler beim Packen gesammelt und erklären, wie du sie umgehst.

Fehler 1: Gefaltet, nicht gerollt

Einer der einfachsten Wege, das Volumen deines Gepäcks drastisch zu reduzieren, ist so offensichtlich, dass er gerne übersehen wird. Wer sich jedoch einmal mit dem Thema beschäftigt hat, rollt seine Kleidung beim Packen nur noch. Nichts anderes spart in deinem Backpack mehr Platz und schützt deine Shirts und Hosen gleichzeitig vor Knitterfalten.

Wirklich alles ist rollbar, von der Jeans bis zur Damenunterhose. Du wirst staunen, wie viel Platz du auf einmal für Souvenirs in deinem Rucksack oder Koffer hast.

Fehler 2: Gewicht ignoriert

Um deinen Backpack so angenehm wie möglich tragen zu können, packst du den Inhalt idealerweise nicht willkürlich, sondern mit System. Dabei gelten folgende Grundregeln:

  • Voluminöse, leichte Gegenstände (Turnschuhe, Daunenjacke, Reisekissen) gehören ins Bodenfach
  • Schwere Gegenstände trägst du idealerweise nah am Rücken (Jeans, Kamera, Laptop, Waschbeutel)
  • Sachen, die du häufig brauchst, verstaust du im Deckelfach oder in deinem Daypack.

Den Rest deiner Sachen kannst du im übrigen Backpack verteilen. Damit du nicht immer alles aus- und einpacken musst, empfiehlt es sich, Unterwäsche und Schlafsachen griffbereit weiter oben zu packen. Im Notfall kannst du so zwei Tage nacheinander das Gleiche anziehen.

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Fehler 3: Schuhe als Schuhe behandelt

Dieser Trick wird vor allem von Geschäfts- und anderen Kofferreisenden als der Heilsbringer angepriesen, aber auch für Backpacker ist es eine tolle Idee: Stopft eure zusammengerollten Socken in eure Schuhe, um Platz zu sparen! So weißt du immer wo deine Socken sind und nutzt den unförmigen „toten“ Raum, den Schuhe sonst produzieren, am effizientesten.

Fehler 4: Backpacken mit Strand- und Wellnessurlaub verwechselt

Passiert vor allem unerfahrenen Backpackerinnen: Ein mehrwöchiger Trip durch Südamerika, Australien oder Südostasien ist kein Ort für deine Beauty-Routine. Du wirst voraussichtlich in Hostels mit Gemeinschaftsbad wohnen. In solchen Etablissements möchtest du keine halbe Stunde vor dem Spiegel verbringen, sondern so wenig Zeit wie möglich. Garantiert.

Um Gewicht und Rucksackvolumen zu sparen (um zum Beispiel ein paar tolle Strandkleider und Mitbringsel transportieren zu können), empfehlen wir dir, wirklich nur das Nötigste an Kosmetika einzupacken. Shampoo, Spülung, evtl. Duschgel, Deo, Gesichtscreme, Bürste – auf Reisen ist das völlig ausreichend.

Wer’s nicht lassen kann und sich schminken möchte, nimmt auch hier die Sparversion mit: Mascara, Kajal, maximal eine Farbe Lidschatten, Puder und Abdeckstift sollten reichen. Eine Ausnahme: Sonnencreme. Die ist im Ausland sehr teuer. Nimm daher eine große Flasche von zuhause mit.

Außerdem solltest du in ein großes Reisehandtuch aus Mikrofaser investieren. Es ist deutlich leichter als ein gewöhnliches Badehandtuch und hat ein sehr kleines Packmaß. Fürs Bad lohnt sich die Anschaffung eines kleinen Reisehandtuchs (Extremsparer lassen das jedoch auch weg). Dieser Tipp gilt übrigens sowohl für Männer als auch Frauen.

Solltest du hingegen einen Strandurlaub in einem Hotel planen – kein Problem, pack ein, was du zum Ausspannen und Pflegen deines vom Alltag strapazierten Körper brauchst. Flauschige Handtücher haben sie sicher vor Ort, die kannst du daheimlassen. Vergiss dafür nicht deinen Bademantel.

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Fehler 5: Reise als multimediales Superereignis betrachten

Absolut klar – ohne Smartphone und Kamera ist eine moderne Reise undenkbar. Es gibt unzählige nützliche Reise-Apps, die deinen Urlaub bereichern. Und natürlich ist es am leichtesten, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, wenn du mobil erreichbar bist.

Es gibt jedoch viele technische Gadgets, die einem sowohl den Rucksack als auch die Seele beschweren. Wer mit Laptop, GoPro, Tablet, Musikbox, Smartwatch und sonstigen geliebten Accessoires aus unserem Alltagsleben reist, fürchtet sich ständig, dass die wertvollen Schätze irgendwann unfreiwillig einen neuen Besitzer finden.

Daher: Wäge ehrlich ab, was du auf deiner Reise wirklich brauchst und was nicht. Wenn du mehrere Monate oder Jahre verreist, ist klar, dass du einen Laptop oder wenigstens ein Tablet mitnehmen solltest (irgendwann möchte man einfach mal eine Serie schauen). Willst du mit deiner Reise Geld verdienen, lohnen sich sicher auch eine teure Kamera, GoPro oder Drohne. Alle anderen Backpacker macht jedes technische Gadget zu einem potenziellen Ziel für Diebstahl oder Überfälle. Lass daher daheim, was du nicht wirklich brauchst. Dein Smartphone kann im Grunde alles.

Hast du noch mehr Fragen zum Packen? Unsere Packliste für Backpacker und Weltreisende hilft dir weiter – du findest sie hier.