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Wandern

Wandern mit Kindern im Allgäu

Drei spannende Familientouren, die zum Abenteuer werden

Wandern mit Kindern - das Allgäu bietet großartige Möglichkeiten.

Für Familien ist das Allgäu ein ideales Urlaubs- und Ausflugsziel: Neben der faszinierenden Landschaft beeindruckt es durch seine vielseitigen Wanderwege und das bunte Freizeitangebot am Wegesrand. Wir stellen dir drei Wanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden vor, von denen jede einzelne ganz besondere Highlights zu bieten hat.

Wandern macht glücklich – und gesund!

Für Kinder ist Bewegung Lebensfreude – und nichts tut dem kleinen heranwachsenden Körper besser als die Bewegung an frischer Luft und in üppiger Natur. Das Laufen, Herumtoben und Springen unterstützt den Aufbau der Muskeln und Knochen und hilft, den Bewegungsapparat zu kräftigen und seine Abläufe noch harmonischer zu machen. Besonders gesund und bei passenden Bodenverhältnissen auch sehr schön und spannend ist das Barfußlaufen, das nicht nur die sensomotorischen Fähigkeiten des Kindes verbessert, sondern auch Fußfehlstellungen und Haltungsschäden vorbeugt.

Besonders wenn die Kinder eine Wanderung mit kleinen Entdeckungs- und Abenteuertouren am Wegesrand verbinden können, wird es für sie spannend: Das kann ein Abstecher in den Streichelzoo sein, eine Geocaching-Schatzsuche in der verwitterten Burgruine, das erfrischende Fußbad in einem Natursee oder auch die rasante Talfahrt mit der Sommerrodelbahn. Im Allgäu finden aktive Familien eine Vielzahl von Touren mit unterschiedlichen Längen, Anforderungen und Schwierigkeitsgraden. Zudem verfügt das weitläufige und landschaftlich äußerst abwechslungsreiche Gebiet über ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz, so dass man das Auto ruhig einmal stehen lassen und ganz entspannt mit Bus und Bahn weiterfahren kann.

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Entspannte Tourenauswahl für abwechslungsreiche Familienabenteuer

Seine landschaftliche Vielfalt hat das Allgäu der letzten Eiszeit zu verdanken, als Gletscher Täler schnitten, sanfte Hügel formten und nach ihrem Rückzug klare Bergseen und Hochmoore zurückließen. Ebenso vielfältig und abwechslungsreich ist auch das Tourenspektrum, das von sehr leichten Wegen, die auch mit dem Kinderwagen und von Kleinkinderbeinchen zu begehen sind, bis hin zu anspruchsvolleren Wanderungen reicht, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzen.

Bei der Tourenauswahl sollten die Erwachsenen bedenken, dass die Kinder durch ihr spielerisches Hin- und Herlaufen häufig eine Wegstrecke zurücklegen, die bedeutend länger ist als die eigentliche Streckenlänge. Gerade am Anfang empfiehlt es sich deshalb, leichtere und kürzere Touren zu wählen, die genug Freiraum für großzügige Pausen lassen.

Ein ein- bis etwa dreijähriges Kind kann in einer hochwertigen Kinderkraxe etwa zwei bis drei Stunden getragen werden, wenn es regelmäßig herausgenommen wird und sich selbst bewegen kann. Kindergartenkinder können bereits an Wanderungen von maximal zwei Stunden Länge in einfachem, ungefährlichem Gelände teilnehmen. Gerade in diesem neugierigen, spielfreudigen Alter sollten die Kinder die Möglichkeit bekommen, die Natur am Wegesrand mit all ihren Sinnen wahrzunehmen – hier sollte man sich großzügig Zeit lassen und dem Kind den Raum zum Spielen und Entdecken geben.

Mädchen mit blonden Haaren sammelt Holzstücke beim Wandern im Allgäu.
Kindern genug Zeit und Freiraum für Entdeckungen geben. Dann gerät die Wanderung ruckzuck zum Abenteuer.

Grundschüler im Alter zwischen sechs und neun Jahren können bereits Wanderungen mit bis zu vier Stunden Gehzeit und etwa 700 Höhenmetern zurücklegen. Im Alter von zehn bis dreizehn Jahren können Kinder ihrer Wanderlust bei Touren von bis zu sechs Stunden freien Lauf lassen; in diesem Alter sind nun auch kurze Passagen mit Drahtseilsicherungen und kleine, leichte Klettersteige möglich.

Bauernhofleben hautnah: Ausflug in das Allgäuer Bergbauernmuseum

  • Ausgangspunkt: Parkplatz unterhalb des Allgäuer Bergbauernmuseums in Diepolz (Immenstadt)
  • Dauer: Halbtagesausflug
  • Ausrüstung: Trekkingsandalen genügen, evtl. Wechselkleidung
  • Schwierigkeitsgrad: Leicht, für Kinder ab 3 Jahren geeignet

Nur etwa fünf Kilometer lang ist der Erlebnispfad „Kuhnigundenweg“, der als Rundweg am Bergbauernmuseum in Diepolz und der Dorfkirche vorbeiführt und zahlreiche spannende Stationen passiert. Das gelbgrüne Kuhmaskottchen weist den Weg, der den Wanderern eine wunderbare Aussicht und außergewöhnliche Etappen bietet, beispielsweise auf dem Bohlenweg durchs Moor.

Zu den weiteren Highlights zählen der Barfuß- und der Schlängelpfad, das Ofenrohr und der Naturfunk. Das Allgäuer Bergbauernmuseum ist gerade für Kinder ein ganz besonders schönes Reiseziel: Bei gutem und schlechtem Wetter kann es besucht werden. Die Kinder erleben dort selbst mit, wie sich die Milchwirtschaft von früheren Zeiten bis heute entwickelt hat, und können selbst ausprobieren, wie es sich vor knapp hundert Jahren angefühlt haben muss, ein Bergbauer zu sein – Probeliegen in den Betten inklusive! Außerdem können sie den zutraulichen Tieren wie den Hühnern, den Kühen, Eseln und Schafen ganz nah kommen und im Heu spielen.

An einem lebensgroßen Modell können die kleinen Outdoorer selbst ausprobieren eine Kuh zu melken. Das Allgäuer Bergbauernmuseum bietet eine Zeitreise zum Anfassen, bei der der Fantasie, der Entdeckungsfreude und dem Bewegungshunger keine Grenzen gesetzt sind. Und sollten sich die Kleinen beim Barfuß-Sprung vom Heustock ins herrlich duftende, getrocknete Gras noch nicht genügend ausgetobt haben, können sie sich auf den beiden Abenteuerspielplätzen noch einmal so richtig auspowern.

Spannender Erlebnispfad und rasante Rodelfahrt am Söllereck

  • Talort: Oberstdorf
  • Ausgangspunkt: Parkplatz der Söllereckbahn
  • Gehzeit: ca. 2,5 Stunden
  • Höhenunterschied: 155 m im Aufstieg, 500 m im Abstieg
  • Ausrüstung: Trekkingsandalen oder Bergschuhe. Im Klettergarten sind geschlossene Schuhe Pflicht!
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel, für Kinder ab ca. 6 Jahren geeignet

Vielseitigen Wanderspaß für Familien mit Kindern ab sechs Jahren bietet die Tour am Söllereck, die von der Bergstation bis zur Berghütte Hochleite führt. Das Söllereck ist ein spannendes Anlaufziel für Familien und hat mit seinen Spielplätzen, dem Erlebnisweg, der Gondelfahrt und besonders dem neuen Kletterwald an der Bergstation zahlreiche Highlights zu bieten. Er ist dank seines besonderen Umlaufsicherungssystems auch für Kinder geeignet – und das ist in Kletter- und Waldseilgärten leider noch sehr selten.

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Der Naturerlebnisweg am Söllereck macht die kleinen und großen Wanderer auf eine ungewöhnliche, kreative Weise auf die Schönheiten und Wunder der Natur aufmerksam: Nach einem sehr kurzen Anstieg, ausgehend von der Bergstation der Gondelbahn, erreicht man den Beginn des Hühnermooses. Dort kann man sich an einer Säule Dias von den im Moor lebenden Tieren ansehen und mit einem großen Trichter in den Wald hineinhorchen. Der weiche Boden verlockt hier zum Barfußlaufen – allerdings gilt an dieser Stelle erhöhte Vorsicht, da giftige Kreuzottern im Moor leben.

Weiter führt der Weg an der Klangstation und einem Hackschnitzelpfad vorbei und erreicht schließlich einen herrlichen Aussichtsplatz, auf dem man seine Brotzeit mit wunderbaren Rundumblicken verschönern kann. Nachdem man auf dem kleinen Barfußpfad die Wanderschuhe abgestreift und die Füße in der Wasserstelle erfrischt hat, gelangt man zum Berggasthof Hofleite und wandert von dort aus weiter in Richtung Freibergsee. Entlang des Naturlehrpfades geht es schließlich weiter zur Talstation. Von dort aus kann man mit der Sommerrodelbahn bergab düsen: Über 850 Meter verläuft sie in einer kurvigen Strecke mit eingebauten Sprüngen und Wellen.

Bergsteigerabenteuer in zwei Schwierigkeitsstufen

Ausgangspunkt: Parkplatz an der Talstation der Mittagbahn in Immenstadt
Gehzeit: 3 Stunden, von der Mittelstation ins Tal zusätzlich eine Stunde
Höhenunterscheid: 420 Meter
Schwierigkeitsgrad: Schwierig, für Kinder ab 8 Jahren geeignet (die kleinere Runde über den Steigbachtobel und die Alpe Hochried ist bereits ab 6 Jahren geeignet – Gehzeit 1,5 Stunden)

Gerade größere Kinder, die schon einige Bergtouren mitgemacht haben und nun endlich etwas Neues, Aufregendes ausprobieren wollen, lockt die Tour vom Familienberg Mittag über das Bärenköpfle zum Steineberg. Gleich zu Beginn der Wanderung befördert der Doppelsessellift die outdoorbegeisterten Familien hinauf zum Mittag – den Umstieg an der Mittelstation gestaltet ein kleiner Ausflug zu einem ganz besonderen Spielplatz entspannter: Hier wurden ausrangierte Sesselliftteile, eine Gondel und diverse Stützpfeiler zu einem Abenteuerplatz der ganz besonderen Art verbaut.

Vom Spielplatz aus führt ein breiter Weg zum großen Kreuz des Bärenköpfles, auf dem die Kinder ihrer Kletterlust freien Lauf lassen können. Weiter geht die schöne Tour zum Steineberg, passiert einen bequemen Pfad, der fürs Barfußgehen wie geschaffen ist, und ermöglicht aufgrund einer recht steilen Etappe einen schnelleren Aufstieg. Sind kleinere Kinder mit von der Partie, kann man die Tour am Bärenköpfle beenden. Sogar das Gipfelkreuz kann von den Kleinen erobert werden, ohne dass Absturzgefahr besteht; anschließend kann man sich die Brotzeit auf einem schönen Wiesenplatz schmecken lassen. Der Abstieg ist sehr abwechslungsreich; als besonderes Highlight kann man einen Abstecher zum Steigbachtobel machen oder aber über die Alpe Hochried wieder ins Tal gelangen.

Wandern mit Kindern: Eine Brotzeit hält die Kleinen bei Laune.
Eine Brotzeit und regelmäßige Pausen halten die Kleinen bei Laune.

Wandert man aber weiter, erreicht man kurze Zeit später ein ganz besonderes Highlight der Tour: Über eine 17 Meter hohe Metallleiter können die Wanderer fast senkrecht zum Gipfel aufsteigen. Wer sich aber für einen so sportlichen Aufstieg nicht begeistern kann, dem bleibt noch eine leichtere Umgehungsmöglichkeit um den Berg herum. Beim Abstieg ist diese Umgehung vorzuziehen. Zurück zum Ausgangspunkt geht es über die Bergstation oder alternativ die Mittelstation, von der es rund eine Stunde dauert, bis man zur Talstation des Sessellliftes zurückgekehrt ist. Eine Wanderung durch den Steigbachtobel mit seiner beeindruckenden Kulisse lohnt sich auf jeden Fall: Das rauschende Wasser und die Felsszenerie wecken auch bei müden Kindern eine kreative Abenteuerlust.

Beim Outdoor-Abenteuer steht Sicherheit an erster Stelle

Auch familientaugliche Strecken und Touren können einige schwierige Etappen beinhalten: Gerade an ausgesetzten und abrutschgefährdeten Stellen sowie Streckenabschnitten, die in Abgrundnähe verlaufen, ist höchste Vorsicht angesagt. Da Steinschlag im Gebirge durchaus häufiger vorkommen kann, sollten die Kinder über seine Entstehung und die damit verbundenen Gefahren aufgeklärt und dazu angehalten werden, nicht mutwillig Steine loszutreten oder in die Tiefe zu werfen.

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Beim Aufstieg sollten die jungen Wanderer vor ihren erwachsenen Begleitpersonen gehen, damit diese sie stets im Blick haben und vor Gefahren warnen und im Notfall helfend einschreiten können. Beim Abstieg hingegen sollte der Erwachsene vorausmarschieren: Steile Stellen werden von den Nachwuchswanderern häufig falsch eingeschätzt. Selbstverständlich sollten die Kinder nicht den Berg hinunterrennen, auch wenn das auf den ersten Blick weniger anstrengend sein mag als das gleichmäßige Bergabgehen.

Den Wetterbericht vor Antritt der Tour zu Rate zu ziehen, sollte auf jeder Tour selbstverständlich sein. Gerade im Falle eines sich ankündigenden Wetterumschwungs sollte man rechtzeitig umkehren und die Tour entsprechend zu verkürzen. Falls man trotz aller Vorsicht von einem Gewitter überrascht wird, sollte man unbedingt Abstand zu besonders exponierten Stellen wie dem Gipfelkreuz, einem Joch oder Grat sowie metallischen Gegenständen wie etwa Drahtseilen suchen.

Eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Gefahr ist Überanstrengung und Überforderung – die Ziele sollten aus diesem Grund nicht allzu ambitioniert gesetzt werden. Gut ist es auch, einen „Notausstieg“ auf der Tour zu kennen, eine Abkürzung oder eine alternative Rastmöglichkeit. Gerade im Sommer besteht bei längeren steilen Aufstiegen die unmittelbare Gefahr einer Überhitzung, die bis zum Hitzschlag führen kann. Aus diesem Grund sollte man bei intensiver Sonneneinstrahlung zusätzlich zum selbstverständlichen Sonnenschutz ausgedehnte Pausen im Schatten machen.

Tipps und Tricks rund um das Wandern mit Kindern sowie die Tourenbeschreibungen sind dem Wanderführer „Erlebniswandern mit Kindern: Allgäu“ von Eduard und Sigrid Soeffker entnommen (Bergverlag Rother, München 2012).

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