Offizieller Blog
Zelten

Wildzelten

Spielregeln für ungestörte Outdoor-Nächte

Tipps fürs Wildzelten in freier Natur.

Eine Nacht unter freiem Himmel kann eine herrliche Tour in ein unvergessliches Outdoor-Erlebnis verwandeln: Sich abends in den Schlafsack zu kuscheln und morgens mit dem Vogelgezwitscher aufzuwachen ist so viel entspannter als eine Nacht im Hotel oder in einer engen Hütte. Leider sind Wildcamper nicht mehr allzu gern gesehen – wir verraten dir, wie und wo es dennoch klappt.

Für viele Outdoor-Fans gehört die Übernachtung im Zelt einfach mit dazu: Nach einem herrlichen Tag in der Natur schmeckt die über dem Campingkocher zubereitete Mahlzeit um so viel besser als ein schneller Imbiss in einem Gasthof. Unterm Sternenhimmel liegend kann man die Erlebnisse des Tages entspannt Revue passieren lassen und neue Kraft tanken für die nächste Tagesetappe. Und sobald der Magen gefüllt ist und der Körper langsam müde wird, lockt ein wärmender Schlafsack.

Auf Campingplätzen ist die ungestörte Nachtruhe leider oftmals nur ein Traum – und so richtig „outdoor“ sind die nummerierten Stellplätze und die Waschräume auch nicht. Beim Zelten in freier Natur gilt es jedoch einiges zu beachten, um keine Schwierigkeiten zu bekommen und selbst keine zu verursachen.

2-Personen-Zelt Kiruna von Tatonka

Das perfekte Zelt fürs Wildcamping

Wenn auf einer Trekkingtour jedes Gramm zählt, führt kein Weg um unser kompaktes 2-Mann-Zelt Kiruna vorbei. Platzsparend, leicht und schnell aufzubauen.

Unser Kiruna wurde vom “outdoor-magazin” zum Testsieger gekürt.

Zum Produkt

Campieren vs. Biwakieren – Das sind die Unterschiede

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen freiem Campieren (mit Zelt) und freiem Biwakieren (zum Beispiel unter einem Tarp). Letzteres ist generell erlaubt, es sei denn, man schlägt sein Nachtlager auf Privatgrundstücken auf – in diesem Fall muss selbstverständlich der Besitzer des Grundstücks um Erlaubnis gefragt werden.

In Deutschland und Österreich ist Wildcampen ausdrücklich verboten, Biwakieren gilt als Notlager und wird deshalb geduldet. In der Schweiz gilt beim Wildcampen von Kanton zu Kanton eine andere Regelung, am sichersten ist es, vor Ort nach den Regelungen zu fragen.

In Naturschutzgebieten ist das Wildcampen untersagt, vermeiden sollte man ebenfalls empfindliche Ökosysteme wie den Übergangsbereich zwischen Wald und Offenland, die Nähe zur Baumgrenze, Weiden, lockere Baumbestände und felsige Abschnitte im Wald, außerdem Moorlandschaften und Auen. Zur eigenen Sicherheit sollte man geschützte Stellen suchen und nicht in der Nähe von fließenden Gewässern campieren.

Spielregel beim Wildzelten - der Mensch ist Gast in der Natur.
Spielregel Nummer 1 beim Wildzelten: Der Mensch ist Gast in der Natur. Und so sollte er sich auch verhalten.

Und trotz aller Abgeschiedenheit gibt es einen Knigge für die Nacht in der Natur: Selbstverständlich sollten sich die Camper beim Wildzelten ruhig verhalten, um die Tiere nicht zu stören. Feuer darf keines entfacht werden, Müll muss wieder aufgesammelt und mitgenommen und andere menschliche „Hinterlassenschaften“ vergraben werden.

In einigen anderen Ländern wie Estland, Lettland, Litauen und Irland ist wildes Camping erlaubt. Ein Nutzungsrecht für die freie Natur haben zudem beispielsweise Schweden, Norwegen und Finnland – „Allemannsrätten“ („Jedermannsrecht“) nennt es sich und erlaubt jedem Outdoor-Freund auch die Übernachtung im Freien. Ein paar Spielregeln gibt es aber auch hier: Offenes Feuer ist verboten, und man sollte sich auch nicht in Sichtweite von Häusern niederlassen. Die Natur zu schonen sollte selbstverständlich sein.

Gut zu wissen: Biwakieren: Schlafen unter freiem Himmel – Experten-Tipps von Michael Bösiger zum Schlafen im Biwak

Grundregeln für entspanntes Wildzelten

Meide Gefahrenzonen und Schutzgebiete

Dazu gehören neben Naturreservaten und Landschaftsschutzgebieten auch Jagdgebiete und Stellen in Sichtweite eines Jägerstandes. Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind ebenso tabu wie die Nähe zu Straßen, einzeln stehenden Wohnhäusern oder Ortschaften.

Koche auf kleiner Flamme

Möchtest du auf deine warme Mahlzeit nicht verzichten, solltest du einen standsicheren Kocher verwenden und darauf achten, dass der Boden darunter keinen Schaden nimmt.

Kochen in der Apside beim Wildzelten.
Kochen beim Wildzelten ist eine leckere Angelegenheit. Aber bitte auf kleiner Flamme.

Mach dich unsichtbar

Zelte in gedeckten Grün- oder Brauntönen sind für wildes Camping perfekt geeignet. Noch „unsichtbarer“ wird man, indem man auf sein Zelt ganz verzichtet und sich stattdessen unter ein Tarp legt oder den Schlafsack direkt unter freiem Himmel ausrollt. Nimm alle deine Hinterlassenschaften wie z.B. Müll wieder mit und verlasse den Biwakplatz so, wie du ihn vorgefunden hast.

Dieser Artikel wurde im März 2012 veröffentlicht und im April 2017 überarbeitet.

Tags : Wildcamping