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Roadtrip Yucátan

Unser Abenteuer zwischen Karibikstrand und Mayakultur

Das Sprichwort „ Vorfreude ist die schönste Freude“ kommt nicht von ungefähr.
Es ist Montag. Auf dem Weg zur Kaffeemaschine treffe ich eine Kollegin. „Noch eine Woche, Sophie.“ Ich grinse, mache innerlich einen Hüpfer und mir wird bewusst: Sie hat Recht. Nur noch eine Woche und wir sitzen im Flugzeug nach Mexiko. Mexiko – was uns da wohl alles erwartet? Geplant haben wir nicht viel, dazu aber später mehr – jetzt wird erst einmal gepackt.

Bevor wir euch mit auf unsere große Reise nehmen, hier noch ein paar Infos zu uns:
Wir, das sind Sophie und Patrick. Neben den Bergen lieben wir das Reisen und Entdecken fremder Länder & Kulturen. Da trifft es sich gut, dass ich, Sophie, bei Tatonka arbeite und wir somit für all unsere Abenteuer mit den perfekten Wegbegleitern ausgestattet sind.

Backpacking Mexiko - Sophie aus dem Marketing von von Tatonka bereist zusammen mit ihrem Freund die Halbinsel Yucatan.

Zwei Wochen Mexiko und die große Frage: Was muss mit?

Die Frage nach dem richtigen Reisegepäck ist schnell beantwortet. Zu Hause haben wir zwei neue Modelle von unserem Yukon Trekking-Rucksack liegen, die auf jeden Fall getestet werden müssen. Für das Handgepäck und Tagesausflüge im Urlaub entscheiden wir uns zusätzlich für den Vibe 25.

Bis hierhin war es noch recht einfach. Bei der Frage, was rein muss in den Rucksack, wird es schon ein wenig komplexer. So entspannt wie Patrick, der seinen Rucksack wohl ein paar Stunden vor Abreise packen wird, bin ich da leider nicht.

Ich denke, ich nutze ein System, das viele Damen kennen:

Einfach mal rauslegen, was mit soll, bemerken, dass das viel zu viel ist. Die Hälfte wieder auf die Seite legen. Packen. Anschließend die letzten Lücken mit dem auffüllen, das schon wieder auf dem „Ich bleibe zu Hause“-Stapel gelegen hat, wohl wissend, dass natürlich viel zu viel im Rucksack ist.

Gott sei Dank steckt der Yukon einiges weg. Beim ersten Probetragen zu Hause nehme ich mir trotzdem vor, im nächsten Urlaub minimalistischer zu reisen.

Aus Montag ist Donnerstag geworden. Morgen geht es los. Morgen!!! – Ich kann es noch gar nicht glauben. Schnell mit den Jungs aus der Abteilung noch mal geschaut, wo genau es hingeht und letzte Reisetipps abgeholt. Die verbliebenen Aufgaben auf der To-Do-Liste abgehakt, Abwesenheitsnotiz eingestellt, Computer aus, Urlaub

Von München nach Cancun inklusive Kurzbesuch in Toronto

Das Wetter am nächsten Morgen passt leider gar nicht zu unserer Urlaubslaune. Kalt und Grau. Mit dicker Jacke und Mütze machen wir uns auf den Weg zum Flughafen.

Nach Check-in und Sicherheitskontrolle komme ich heute in den Genuss einer Premiere. Ich habe mich schon oft gefragt, wie ich als bekennender Flugangsthase damit umgehen werde. Nun ist es soweit. Flugverspätung wegen technischer Probleme. Soll ich wirklich in dieses Flugzeug steigen? Ich wäge die Möglichkeiten ab, aber die Aussicht auf türkisblaues Meer macht das Einsteigen letztendlich doch sehr einfach. 😉 Einige Luftlöcher und Tomatensäfte später erreichen wir Toronto ohne größere Zwischenfälle.

Backpacking Mexiko - Unsere Kollegin Sophie am Flughafen München. Zusammen mit ihrem Tatonka Yukon Trekkingrucksack gehts zum ersten Zwischenstopp -  Toronto, Kanada.



Die 14 Stunden bis zur Weiterreise nach Cancun nutzen wir für eine Stippvisite. In 30 Minuten gelangen wir vom Flughafen nach Toronto Downtown, wo uns gleich als erstes der CN (Canadian National Tower) Tower ins Auge springt. Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, scheint dieser perfekt geeignet.

Gesagt, getan. In 58 Sekunden schießen wir vom Boden auf die Besucherplattform, von der wir einen tollen Ausblick auf die Stadt und auf den Ontariosee, einen der Great Lakes, haben. Wir genießen den Sonnenuntergang und schlendern anschließend durch die lebendigen Straßen. Nach ein paar Stunden Stadtbummel inklusive Eiszapfen an der Nase entscheiden wir uns, zurück zum Flughafen zu fahren, um noch ein wenig zu schlafen.

Backpacking Mexiko - Erster Zwischenstopp: Toronto, Kanada.



Ein kleiner Tipp für alle, die wie wir vorhaben, über Kanada nach Mexiko zu fliegen: Für jede Einreise nach Kanada benötigt man eine sogenannte ETA (electronic travel authorization), die man online ganz einfach beantragen kann. Die Kosten liegen bei ca. 7 kanadischen Dollar.

Buenos dias Mexiko – Ankunft in Cancun

Eine kurze Flughafennacht und vier Stunden Flug später haben wir endlich mexikanischen Boden unter den Füßen. Die Zeit am Gepäckband verbringen wir mit dem Wetten darauf, wie lange wir nun wohl auf unseren Mietwagen warten müssen.

Wider erwartend werden wir sofort in Empfang genommen und nach kurzer Wartezeit zur Abholstation gebracht. Auch hier verläuft alles recht reibungslos, bis wir unser Auto gezeigt bekommen. Natürlich wissen wir, welche Fahrzeug-Klasse wir gebucht haben, Patricks Blick nach zu urteilen, hatte er sich in seinen Träumen wohl trotzdem ausgemalt, wie wir in einem XXL-SUV durch Mexiko cruisen.

Nun ja … was soll ich sagen: Dieser Wunsch ist nicht ganz in Erfüllung gegangen. Wir sind total happy, als wir mit Müh und Not beide Rucksäcke in den Kofferraum unseres doch sehr mitgenommenen Chevrolet Matiz bekommen. Als wir den Vermieter fragen, warum das Auto vier verschiedene Reifen hat, sprüht er diese mit irgendeiner Flüssigeit ein, damit sie wieder hübsch glänzen. OK – das soll uns dann wohl sagen, dass das kein Problem ist. Auch die Tatsache, dass wir nur ein Nummernschild hinten am Auto haben, irritiert uns anfänglich etwas, scheint aber wirklich üblich zu sein.

Backpacking Mexiko - Die beiden Trekkingrucksäcke passen schon mal ins Mietauto.

Das Abenteuer beginnt…

Rein ins Auto. Radio an. Fenster runter. Woooohhooo – Karibik, hier sind wir! Vom Flughafen in Cancun machen wir uns auf zu unserer ersten Unterkunft in der Nähe von Akumal. Hier werden wir unsere ersten drei Tage verbringen, ankommen und Pläne für die Weiterreise schmieden. Den ersten Nachmittag nutzen wir dazu, Akumal ein bisschen zu erkunden. Akumal an sich ist nicht sehr groß. Es besteht aus dem Dorf und einer Strandpromenade, an der es einige Restaurants, Hotels, kleine Supermärke und Souvenirshops gibt.

Backpacking Mexiko - Die ersten drei Tage verbringen Sophie und Patrick in Akumal. Eine kleine Ortschaft, das aus einem Dorf, einer wunderschöne Strandpromenade und ein paar Restaurants beseht.



Der Hauptgrund jedoch, warum so viele Touristen nach Akumal kommen, sind die Meeresschildkröten, die in der hiesigen Bucht zu finden sind. Wir haben den Tipp bekommen, am besten morgens zum Schnorcheln her zu kommen – dann ist es noch nicht so überlaufen wie am Nachmittag. So richtig angetan sind wir noch nicht von der Idee, mit all den Touristenmassen den armen Tieren hinterher zu jagen, machen uns am nächsten Morgen trotz allem auf den Weg. Tatsächlich ist der Strand am Morgen noch sehr leer. Wir werden beim Betreten des Strandes darauf hingewiesen, dass das Schnorcheln nur in einem abgegrenzten Bereich erlaubt ist. Wir freuen uns zu sehen, dass den Tieren so zumindest die Möglichkeit gegeben wird, sich zu verziehen, wenn ihnen der Ansturm zu viel wird.

Ein bisschen aufgeregt sind wir auf jeden Fall. Noch glauben wir gar nicht, dass wir hier gleich Schildkröten sehen werden. Doch kaum habe ich den großen Zeh im Wasser, da winkt Patrick mich schon ganz aufregt zu sich. Gleich zwei Tiere, die genüsslich am Seegras knabbern. Wir genießen die Zeit, lassen uns an der Oberfläche treiben und beobachten diese wundervollen Tiere.

Backpacking Mexiko - Die kleine Ortschaft Akumal auf der Halbinsel Yucatan eignet sich hervorragend zum Schnorcheln. Meeresschildkröten suchen regelmäßig die kleinen Bucht auf.

Nach einiger Zeit überlassen wir die Schildkröten den mittlerweile zahlreichen anderen Besuchern und machen uns auf zu einem kleinen Geheimtipp unserer Hotelbesitzerin.
„Wenn ihr es etwas ruhiger mögt“, sagt sie, „dann verbringt euren Tag nicht am Hauptstrand in Akumal, sondern fahrt noch ein Stückchen in Richtung Süden.“ Gesagt, getan – das hört sich ganz nach dem an, was wir uns vorgestellt haben. Und wir werden nicht enttäuscht. Playa Chemuyil ist jeden Kilometer Extrafahrt wert. Kaum Menschen, fast nur Einheimische, keine Souvenirshops, einfach nur traumhafter weißer Karibikstrand und türkisblaues Meer.

Backpacking Mexiko - Karibikstrand so wie man ihn sich vorstellt: Playa Chemuyil, im Süden von Akumal. Einheimische, traumhafter weißer Sandstrand und türkisblaues Wasser. Kaum Touristen und keine Souvenirshops.



Ja – hier lässt es sich definitiv ein paar Stunden aushalten. Nachdem wir ein bisschen in der Sonne entspannt haben, laufen wir die Bucht ab. Was wohl hinter der nächsten „Kurve“ liegt? Wir machen uns auf den Weg und kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Aber seht selbst:

Backpacking Mexiko - Die Fahrt an den Playa Chemuyil im Süden Akumals ist definitv eine Reise wert.
Backpacking Mexiko - Die Playa Chemuyil im Süden Akumals. Wunderschöne weiße Sandstrände und einsame Strandabschnitte.

Badespaß der ganz besonderen Art: Cenoten – Naturpools in Mexiko

Es fällt uns schwer, uns von diesem tollen Ort zu verabschieden, aber unsere Neugier treibt uns weiter. Heute wollen wir uns nämlich noch eine Sache anschauen, die ganz oben auf unsere „Must-see“-Liste für Mexiko steht: eine Cenote.

Cenoten sind traumhafte, mit Wasser gefüllte Höhlen bzw. Löcher, entstanden durch das Einstürzen von porösen Kalkstein-Decken. Lange suchen muss man nicht, es gibt tatsächlich eine große Anzahl an Cenoten, die auf der Halbinsel verteilt und auch gut ausgeschildert sind. Da die meisten touristenfreundlich aufbereitet wurden, d. h. Toiletten, Duschen, Umkleidekabinen und Schließfächer vorhanden sind, wird ein kleiner Eintritt fällig.

Zusätzlich hat man oft die Möglichkeit, Schnorchelequipment auszuleihen. Möchte man etwas Geld sparen, bringt man sein eigenes mit. Verzichten sollte man auf den Blick unter die Wasseroberfläche aber auf keinen Fall. Für die ganz Mutigen, die gänzlich in die Tiefen abtauchen möchten, werden sogar Tauchgänge angeboten. Informiert euch am besten vorher, wo dies möglich ist.

Die erste Cenote, die wir besuchen, ist die Cenote Azul. Im Vergleich zu vielen anderen, die etwas höhlenmäßiger anmuten, ist die Cenote Azul eine große Aneinanderreihung oberirdischer Naturpools. Die einzelnen Becken sind durch Steine unterbrochen und teilweise mit Holzstegen verbunden. Kleine Klippen laden zu Sprüngen ins kühle Nass ein. Heute am Sonntag ist einiges los, sodass es uns schwerfällt, noch ein Plätzchen zu finden. Als wir schließlich unser Handtuch ausgebreitet haben, beobachten wir das Treiben und sind mal wieder erstaunt, was die Natur so alles zaubern kann. Im Laufe unserer Reise besuchen wir noch die Grand Cenote, Cenote Samula und Cenote Ik kil und sind von jeder einzelnen fasziniert.
Mit einem kleinen Bierchen lassen wir den Abend ausklingen und schmieden Pläne für die Weiterreise.

Backpacking Mexiko - Ein Must-see für Yucatan-Reisende: Cenoten, mit Wasser gefüllte Höhlen.



Übrigens: Nach nur einem Tag ist uns unser kleiner Chevrolet schon so sehr ans Herz gewachsen, dass wir ihn auf den Namen Pepe getauft haben. 🙂

Zusammen mit Pepe starten wir von Akumal aus nun unseren Roadtrip über die Halbinsel Yucátan und nehmen euch mit zu den schönsten Spots:

Mehr von Sophies Reise auf die Halbinsel Yucatan folgt demnächst hier im Blog.

Michael Klotz
Als Mitglied des Marketing-Teams sorge ich dafür, dass online auf den Websites und auf den Social Media-Kanälen alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Bei Laufeinheiten in der Mittagspause (mit meinem Kollegen Wolfgang als Tempo-Macher) und nach Feierabend hole ich mir die Fitness für so manchen Halbmarathon. Am liebsten schnüre ich mir aber meine Wanderstiefel, schnappe mir meinen Tatonka-Rucksack und besteige die Berge unserer wunderschönen Alpen.---As a member of the marketing team, I make sure that everything is in the right place at the right time online on the websites and on the social media channels. In running sessions during lunch break and after work I get the fitness for some half marathons. But I prefer to tie my hiking boots, grab my Tatonka backpack and climb the mountains of our beautiful Alps.