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Hüttenwanderungen in den Alpen

Warum die Alpen der perfekte Ort für das Wandern von Hütte zu Hütte sind

Nach der Hüttenwanderung stärken sich Wanderer in einer Berghütte in den Alpen.

Von Hütte zu Hütte in mehreren Tagen: Hüttenwanderungen liegen voll im Trend. Die Alpen eignen sich für mehrtägige Touren besonders gut. Es gibt unzählige bestens erschlossene Wanderwege, viele komfortable Hütten zum Übernachten und die Verkehrsanbindung ist unkompliziert. Wir haben Routen, Tipps und Besonderheiten für dich zusammengefasst.

Hüttenwanderungen sind eine besonders intensive Art, die Natur der Alpen beim Wandern zu erfahren. Bist du mehrere Tage unterwegs, kommst du in den Alpen durch die unterschiedlichsten Landschaftstypen. Von sanften Grasbergen über schroffe Gebirgszüge ist alles dabei. Und das Beste: Anders als bei einer Tagestour erlebst du auch die ganz eigene Atmosphäre der Sonnenauf- und Untergänge in den Bergen und kannst die Ruhe noch entspannter genießen.

Übernachtung auf der Hütte

Die Schlafplätze für deine Hüttenwanderung solltest du – besonders in der Hauptsaison – unbedingt vor der Tour reservieren, besonders wenn du in einer Gruppe unterwegs bist. Frag dafür am besten direkt bei den Hüttenwirten an, ob noch Plätze verfügbar sind. Den Kontakt findest du auf deren Website oder bei den Tourismusbüros vor Ort.

Hinweis: Sehr viele Hütten in den Alpen betreibt der Deutsche Alpenverein (DAV). Er bietet sogar eine eigene Hüttensuche.

Auf spontane Übernachtungsmöglichkeiten kannst du dich nicht wirklich verlassen. In der Nebensaison sind Übernachtungen manchmal aber auch kurzfristig möglich. Das kommt einer flexiblen Tourenplanung entgegen. Hast du im Voraus keine Hütte gebucht, kannst du im Laufe deines Wandertags kurz bei der Hütte deiner Wahl anrufen, um zu vermeiden, abends mit müden Füßen vor einer voll belegten Hütte zu stehen.

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Routen für Hüttenwanderungen

Mehrtägige Wanderungen von Hütte zu Hütte sind in zahlreichen Wanderführern aber auch online zu finden. Der Deutsche Alpenverein hat zum Beispiel eine Sammlung interessanter Touren. Eine besonders schöne hat unser Schweizer Mitarbeiter, Bergführer und Outdoor-Experte, Michael Bösiger ausprobiert:

Wandern durch die Greina-Hochebene: Von Hütte zu Hütte im Naturschutzgebiet der Schweizer Alpen

Ausrüstung und Vorbereitung für die Hüttenwanderung

Für die meisten Hüttenwanderungen ist keine Kletter- oder Hochgebirgsausrüstung notwendig. Etwas Bergerfahrung und Trittsicherheit solltest du allerdings haben. Eine Checkliste für Equipment sowie wichtige Hinweise zur Planung von Hüttenwanderungen haben wir in unserem Basiswissen für eine gelungene Hüttentour zusammengefasst. Dort erfährst du auch, was dich beim Übernachten auf einer Hütte erwartet.

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Anreise zu einer Hüttentour

Der Clou bei einer Hüttenwanderung ist oftmals, dass sich Start und Ziel nicht am selben Ort befinden. An- und Abreise daran anzupassen ist in den Alpen jedoch kein Problem dank der guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Die Bahn- und Busverbindungen in den Alpen sind sehr gut an die Bedürfnisse von Wandereren angepasst.

Hüttenwanderer

Tagesetappen planen

Welche Entfernung du pro Tag am besten zurücklegst, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Schwierigkeit der Route und die zu überwindenden Höhenmeter haben darauf genauso viel Einfluss wie die eigene Fitness und die Witterung. Ein guter Wanderführer kann dir allerdings für viele Streckenabschnitte einen realistischen Anhaltspunkt liefern.

Wichtig dabei ist, dass du eine Route nicht unterschätzt. Auch wenn die meisten Wege in den Alpen sehr gut ausgebaut sind, bleibt beim Wandern in alpinem Gelände immer ein gewisses Risiko. Du solltest dir nur Routen aussuchen, die zu deinem Können passen, um nicht unnötig in Gefahr zu geraten.

Wie bei allen Wander- und Trekking-Touren gilt: Plane genügend Puffer ein. Schließlich möchtest du nicht durch die Berge hetzen, sondern Landschaft und Natur genießen. Pausen ergeben sich dabei meist wie von selbst an besonders schönen Aussichtspunkten.

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Die beste Jahreszeit zum Hüttenwandern

Neben den Witterungsverhältnissen im Gebirge sind es vor allem die Öffnungszeiten der Hütten, die über den geeigneten Zeitraum für eine Hüttenwanderung bestimmen. Nach einem schneearmen Winter oder einem warmen Frühjahr kannst du mitunter schon ab Mitte Mai zu deiner ersten mehrtägigen Wanderung aufbrechen. In hochalpinen Gebieten beginnt die Wandersaison meist im Juni.

Hütte-Wandern

Üblicherweise sind Wanderungen bis Ende September fast überall möglich. Grundsätzlich gilt: Wo die Saison spät beginnt, endet sie auch wieder früh. Das trifft besonders auf hochalpine Lagen zu. In den Voralpen kannst du in manchen Jahren bis in den November hinein mit deinem Rucksack unterwegs sein. Der Herbst ist oft sogar die schönste Zeit für eine Hüttentour: Die Hitze des Sommers ist vorbei, die Hütten sind nicht mehr überfüllt, die Gewitterwahrscheinlichkeit sinkt und die Sicht ist oft atemberaubend, wenn es nicht gerade neblig ist.

Wer einmal auf den Geschmack von Hüttenwanderungen gekommen ist, wird sicher immer wieder in die Berge kommen. In den Alpen gehen die Möglichkeiten dazu nicht aus: Die Zahl der Hütten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist kaum zu überblicken und die Variationen von Hüttentouren sind beinahe unbegrenzt.