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Was darf ins Fluggepäck?

Tatonka verrät dir, was ins Fluggepäck darf und was lieber daheim bleiben sollte.

Was darf ins Fluggepäck bzw. Handgepäck beim Fliegen

Der Urlaub steht bevor, die Vorfreude ist groß. Doch bevor die Entspannung losgehen kann, gibt es einige Stressfallen, die überwunden werden müssen. Eine der größten Herausforderungen vor Reiseantritt ist das Packen. Wie viel darf ich mitnehmen? Was darf ins Handgepäck, was nicht? Hier verraten wir dir, worauf du bereits beim Packen achten solltest, um Ärger am Flughafen zu vermeiden.

Vor einer Flugreise muss man an 1000 Dinge denken. Eines der wichtigsten ist das Gepäck. In den letzten Jahren sind die Bestimmungen, was und wie viel man mitnehmen darf, vor allem was das Handgepäck betrifft, umfassend geändert worden. Hier die FAQs zum Fluggepäck und seinen Transportbestimmungen.

Wie viel Gewicht darf mein Fluggepäck höchstens haben?

Bei den meisten Airlines gilt eine Gewichtsobergrenze von 20kg. Alles, was zu viel ist, muss extra bezahlt werden und hier kann es unter Umständen richtig teuer werden. Bei vielen Airlines muss zum Beispiel für jedes aufgegebene Gepäckstück bezahlt werden, andere hingegen bieten Übergewichtspakete an, wieder andere verlangen strikt für jedes Kilo zu viel eine bestimmte Summe. Deshalb lohnt sich der frühzeitige Vergleich. Sich mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf bei der jeweiligen Fluggesellschaft über Gewichtsbeschränkungen zu informieren, erleichtert das Packen und schont den Geldbeutel. Die maximale Größe der Gepäckstücke sowie das Höchstgewicht variieren von Airline zu Airline.

Hier findest du eine detaillierte Auflistung der Gepäckbestimmungen verschiedener Airlines zur Übersicht.

Flugzeug bei Landeanflug.
Foto: Lars_Nissen_Photoart, pixabay

Wie viel Handgepäck darf ich mit an Bord nehmen?

Auch hier hängen die Regelungen wieder vom jeweiligen Anbieter ab. Generell sind die Maße für Handgepäck aber auf ca. 55x40x20 cm beschränkt, die Gewichtsobergrenze liegt in der Regel bei 6 Kilo. Die meisten Airlines erlauben das Mitführen eines Handgepäckstücks sowie eines persönlichen Gegenstandes, der aber deutlich kleiner als das Handgepäck sein muss. Ein persönlicher Gegenstand ist zum Beispiel eine Jacke oder ein Schirm. Vorsicht gilt bei Billigfliegern, hier gibt es oftmals Sonderregelungen. So dürfen Fluggäste zum Beispiel bei Ryanair seit 15. Januar 2018 (geplant war ursprünglich ab November 2017) nur noch ein Handgepäckstück (35x20x20) mitnehmen. Trolleys müssen in den Frachtraum.

Hier eine Übersicht über die Airlines und ihre Bestimmungen.

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Welche Flüssigkeiten darf ich auf dem Flug mitnehmen?

Aufgrund der strengen Sprengstoffkontrollen ist die Mitnahme von Flüssigkeiten stark eingeschränkt. Getränke oder Kosmetika von zuhause, die sich noch im Handgepäck befinden, müssen bei der Kontrolle entsorgt oder in einen transparenten Beutel umgepackt werden. Dieser darf aber das Packvolumen von einem Liter nicht überschreiten. Auch was im Beutel steckt, ist nicht ganz unkompliziert: Jeder Flüssigkeitsbehälter darf maximal 100ml umfassen, alles, was darüber liegt, muss vor dem Flug entsorgt werden. Eigene Getränke schaffen es also in der Regel nicht an Bord, sofern sie nicht im Boardingbereich gekauft wurden. Duty-Free-Produkte wie Alkohol oder Parfum dürfen mitgeführt werden.

Was ist Sondergepäck und was passiert damit?

Alle Gepäckstücke, die so sperrig oder empfindlich sind, dass sie nicht im normalen Fluggepäck mitgeführt werden können, werden als Sondergepäck bezeichnet. Das Spektrum ist breit gefächert: Sondergepäck können Haustiere oder Musikinstrumente, aber auch Sportgeräte oder Möbelstücke sein. Zu beachten ist, dass Sondergepäck immer im Vorfeld bei der Fluggesellschaft angemeldet und auch genehmigt werden muss. Meistens ist ein Zuschlag fällig.

Was darf ich nicht im Fluggepäck mitführen?

Das Maniküre-Set für die Pflege auf dem Flug, das Taschenmesser, das seit Jahren friedlich am Schlüsselbund baumelt: die vermeintlich harmlosen Helferlein im Alltag können bei der Gepäckkontrolle am Flughafen zu Problemen führen. Gnadenlos werden Taschenmesser, Nagelschere und Co. aussortiert, da sie als „spitze, waffenähnliche Gegenstände oder Werkzeuge“ gelten. Daher ist es ratsam, sich vor Flugantritt zu informieren, was mit an Bord darf und was nicht. Messern, Scheren, Schraubenziehern, ja sogar Schlittschuhen bleibt der Zutritt zum Flugzeug untersagt, da sie als Waffen missbraucht werden könnten.

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Dasselbe gilt natürlich auch für alle brennbaren Stoffe und Batterien. Treibstoffe, Alkohol (sofern nicht Duty-free erworben) oder Flüssiggas sind strengstens verboten; auch Fahrzeugbatterien haben keine Chance, da sie auslaufen könnten und dann leicht zu entzünden wären. Kleinere Batterien sowie Akkus für Laptops etc. sind hingegen zugelassen.

Gasbehälter werden allumfassend streng behandelt, ganz gleich, mit welchem Gas sie auch gefüllt sein mögen. Dieses Thema ist vor allem für Taucher von Interesse, da sie oft ihre gesamte Taucherausrüstung transportieren. Das ist an sich kein Problem, jedoch müssen die Gasflaschen aufgrund des Explosionsrisikos zuhause bleiben oder entleert werden. Außerdem verboten sind jegliche Arten von Chemikalien, wie zum Beispiel Quecksilber oder Chlor. Putzmittel sowie Pfeffersprays dürfen daher ebenfalls nicht mitgenommen werden.

Was darf ins Fluggepäck - Handgepäck-Bestimmungen variieren von Airline zu Airline.
Die Bestimmungen vor allem für Handgepäck variieren von Airline zu Airline. Gerade günstige Anbieter haben strenge Richtlinien. Foto: alexas_fotos

Was muss ich auf der Rückreise verzollen?

Auf Reisen findet man an jeder Ecke schöne Dinge, die man sich als Souvenir mitnehmen möchte. Egal, ob Kleidung, Schmuck oder kulinarische Besonderheiten: Am Ende stellt sich immer die Frage, wie viel davon zollfrei mit nach Hause genommen werden darf.

Bei Reisen innerhalb der EU herrscht Zollfreiheit. Alle Gegenstände, die für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind, dürfen also abgabefrei mitgeführt werden. Einschränkungen gibt es allerdings bei Waren, die verbrauchssteuerpflichtig sind. Hierzu zählen Zigaretten, Kaffee oder Alkohol. Die Grenzen liegen bei Einreise aus einem EU-Land bei

  • 800 Zigaretten
  • 400 Zigarillos
  • 200 Zigarren
  • 1 kg Rauchtabak
  • 10 Liter Spirituosen
  • 20 Liter Likör, Wermut
  • 60 Liter Schaumwein
  • 110 Liter Bier.

Werden diese Grenzen überschritten, ist eine Einfuhrabgabe fällig, in der Regel liegt die Höhe bei 17,5% des Warenwertes.

Bei Reisen außerhalb der EU dürfen auch gewisse Mengen zollfrei eingeführt werden, allerdings ist hier die Mengenzahl deutlich eingeschränkt:

  • 200 Zigaretten oder
  • 100 Zigarillos oder
  • 50 Zigarren
  • 1 Liter Alkohol und alkoholhaltige Getränke mit mehr als 22 Vol.-% oder
  • 2 Liter Alkohol und alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von
    maximal 22 Vol.-% und
  • 4 Liter nicht schäumender Wein und 16 Liter Bier dürfen abgabefrei mitgeführt werden.
Was darf ins Fluggepäck? Manche Waren müssen am Flughafen verzollt werden.
Bei Reisen innerhalb der EU sind die meisten Waren zollfrei. Allerdings gibt es Ausnahmen. Vor allem bei Reisen außerhalb der EU gilt einiges zu beachten. Foto: Rudy and Peter Kitterians, pixabay

Kleidung, Kosmetik und Elektroartikel dürfen bis zu einem Warenwert von 430€ bei Flug- und Seereisen zollfrei eingeführt werden.

Vorsicht geboten ist bei tierischen Produkten: Die Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten in die EU ist verboten. Auch Souvenirs, wie Elfenbeinschnitzereien, Fell- oder Lederaccessoires unterliegen strengen Kontrollen. Hier ist darauf zu achten, ob Tiere und Pflanzen unter das Washingtoner Artenschutzübereinkommen fallen, mit dem vom Aussterben bedrohte Tierarten geschützt werden.

Lese-Tipp: Sicherheit auf Reisen: 10 Tipps zum Schutz von Gepäck und Wertsachen

Anmerkung: Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Oktober 2013 veröffentlicht und im September 2017 aktualisiert.